Die Rahmenbedingungen immer im Blick

Als wir 1925 den ersten gefederten Drehstuhl auf den Markt brachten, befand sich die Arbeitswelt in einem radikalen Wandel. Es entstanden die ersten großen Büroräume, es war das erste Mal, dass viele Menschen lange Zeit sitzend arbeiten gingen. Dieser Drehstuhl war unsere Antwort auf die Frage, wie man die Arbeit in Büros angenehmer gestalten könnte.

90 Jahre später verändert sich die Arbeitswelt wieder in einem rasanten Tempo. Megatrends wie der demografische Wandel tragen dazu bei, dass Arbeit neu organisiert werden muss. Gleichzeitig führt er aber auch dazu, dass ein Büro auf unterschiedliche Bedürfnisse ausgelegt sein muss, um auch gleichberechtigt etwa von älteren Menschen und Menschen mit einer Behinderung genutzt werden zu können.

Gleichzeitig müssen auch Konferenzen mit weltweit verteilten Partnern per Video abgehalten werden können – denn durch die Globalisierung kann fast jedes Unternehmen automatisch auf der ganzen Welt seine Geschäftspartner finden. Unsere Produkte sollen aber auch den Arbeitsalltag nachhaltig verändern und langlebig das Wohlbefinden am Arbeitsplatz verbessern – nicht nur des anhaltenden Gesundheitsbooms wegen, sondern auch, weil wir seit Jahrzehnten nichts anderes tun. Um dies zu garantieren, richten wir schon jetzt den Blick nach vorn und beschäftigen uns mit dem Büroalltag der Zukunft.

Trends

Demografischer Wandel

Die Altersunterschiede der Belegschaften werden größer – bis zu vier Generationen arbeiten gemeinsam. Büros müssen also Mehr-Generationen-tauglich sein.

Diversity

Frauen, Männer, groß und klein gewachsene Mitarbeiter; alle, die gesund, behindert oder chronisch krank sind – die Vielfalt der Menschen, die künftig in den Büros arbeiten, ist unendlich.

Change

Durch die Globalisierung verändern sich die Rahmenbedingungen der Wirtschaft enorm. Ständige Transformationen in Unternehmen sind zur Erhaltung der Wettbewerbsfähigkeit erforderlich.

Gesundheitsboom

Das allgemeine Bewusstsein für einen gesunden Körper und ein gesundes Arbeitsumfeld steigt.

Sich bei der Arbeit wohlfühlen

Dabei haben wir aber gleichzeitig stets im Auge, diese Veränderungen so umzusetzen, dass wir die Arbeitsatmosphäre in den Büros noch angenehmer gestalten können. Und auch die spezifischen Unternehmensformen und -ziele sowie die zukünftige Entwicklung vieler Branchen fließen in die Entwicklung unserer neuen Produkte ein.

Um auch den Blick von Außen nutzen zu können, gehen wir immer wieder Forschungskooperationen mit externen Partnern wie Hochschulen oder dem Fraunhofer-Institut ein. So wissen wir, dass sich das klassische Büro von einem Ort, an dem man zum Arbeiten ging, zum Kommunikationsraum wandelt, in dem Gespräche und Begegnungen ermöglicht werden sollen.

Besonders wichtig sind hier die Räume, die zufällige Begegnungen ermöglichen – Kaffeeküchen, Rückzugsräume oder auch Cafés und Kantinen, die auch für Dritte offen stehen. Und das, was wir klassischerweise unter Arbeit verstehen, wird künftig zunehmend zu Hause oder an Schreibtischen erledigt, die sich mehrere Mitarbeiter teilen, denn um für talentierte Arbeitnehmer attraktiv bleiben zu können, müssen Arbeitgeber überlegen, wie sie es ihren Angestellten ermöglichen, Familie und Beruf zu vereinen. Dies bedeutet aber auch, dass ein Büro auf Flexibilität ausgelegt sein muss, um die projektbezogene Arbeit für wechselnde Teams effizient zu organisieren.

Trends

Kommunikation im Mittelpunkt

Immer mehr Arbeitsflächen werden für den Austausch zwischen unterschiedlichen Arbeitsteams notwendig.

Kreative Pausen

Wohnliche Bereiche für den entspannten Rückzug und einen informellen Austausch gewinnen an Bedeutung.

Neue Arbeitszeitmodelle

Der Wunsch, Familie und Beruf zu vereinen, fordert Arbeitgeber heraus – auch in der Art des Möblierungskonzeptes, etwa in Form von Desksharing.

Flexibilität

Wenn nicht jeder ständig im Büro ist, und Teams häufig ihre Zusammensetzung ändern, sind ebenso flexible Einrichtungskonzepte und Möbel gefragt.

Unsere Denkwerkstatt

Unsere Forschungs- und Entwicklungsabteilung eröffneten wir bereits 1971 – als erster Hersteller in unserer Branche. In der unternehmenseigenen Denkwerkstatt, die daraus hervorgegangen ist, arbeiten Ingenieure und Designer gemeinsam daran, die kommenden Entwicklungen für den Arbeitsalltag der nächsten Jahre zu analysieren.

Technologische Neuerungen und demografische Veränderungen werden direkte Auswirkungen auf das Büro der Zukunft haben. Dies ist auch deshalb wichtig, da etwa hochtalentierte neue Mitarbeiter andere Anforderungen haben als früher: Der Schreibtisch dagegen verliert seine alte Bedeutung als Statussymbol des Einzelarbeiters und gewinnt dafür neuen Wert als Arbeitsplatz, an dem Teams gemeinsam an Projekten arbeiten können.

Denn Innovation und Kreativität werden in einer immer weiter automatisiert arbeitenden Industrie zu Schlüssekompetenzen, die über Erfolg entscheiden. Gleichzeitig weichen Hierarchien auf und machen Platz für effiziente und widerstandsfähige Netzwerke, während kostspielige Büroflächen reduziert werden, da die meisten Mitarbeiter viel Zeit außerhalb des klassichen Büroraums verbringen werden.

Trends

Kampf um die Talente

Unternehmen kämpfen um die besten Mitarbeiter und müssen ihnen attraktive Arbeitsbedingungen bieten.

Wissensarbeit

Durch Automatisierung nimmt der Anteil der intellektuellen, kommunikativen und kreativen Aufgaben zu.

Fluide Organisationen

Hierarchische Strukturen weichen zugunsten von Netzwerken und resilienten Systemen auf.

Effizienzsteigerung

Flächen und Mitarbeiter werden tendenziell reduziert, bzw. die Anforderungen an die Menge der Arbeitsvolumina steigen.

Video: Sedus – EIC Entwicklungs- und Innovationszentrum