Erster deutscher Büroklima-Index

Wer gut sitzt, hat ein besseres Verhältnis zu seinen Kollegen

Wie ist das Büroklima in deutschen Büros? Juristen schätzen ihre Kollegen am meisten, in der Gesundheitsbranche ist das Gegenteil der Fall. Am besten sitzen die Berliner, Sachsen hingegen am schlechtesten. Und in Baden-Württemberg leiden nur wenige Büroangestellte an Rückenschmerzen, Thüringer sind hier die Negativ-Spitzenreiter.

Der Büroklima-Index der Sedus Stoll AG – basierend auf einer repräsentativen Umfrage von TNS Emnid – liefert ein bisher einzigartiges Stimmungsbild deutscher Büroangestellter an ihrem Arbeitsplatz. Er zeigt, wie es in den unterschiedlichen Branchen und Regionen um das Betriebsklima steht, welchen Einfluss Einrichtung und Kollegen, Sitzplatzqualität und Bewegungsfreiheit darauf haben und wo Unternehmen künftig handeln müssen.

Auffällige Erkenntnis: Wer gut sitzt, ist ganz offenbar auch besser auf seine Kollegen zu sprechen. So beurteilen Angestellte im Rechtswesen die anderen Mitarbeiter am positivsten und sind gleichzeitig diejenigen, die am besten sitzen. Auf der anderen Seite herrscht unter Kollegen des Gesundheitswesens das schlechteste Klima und nur Angestellte der Versicherungsbranche bewerten die Sitzqualität noch negativer als sie.

Im regionalen Vergleich wird deutlich: Büroangestellte aus Brandenburg, Mecklenburg-Vorpommern und Sachsen-Anhalt haben das unterkühlteste Verhältnis – in Rheinland-Pfalz, Hessen und dem Saarland ist die Stimmung am besten. Und mit 91 Prozent sitzen die Berliner am besten. Schlusslicht in dieser Kategorie bilden die Bundesländer Sachsen und Thüringen.

Die Ergebnisse sind auch für die Wissenschaft interessant: „Die Erhebung zeigt, dass, obwohl 67 Prozent der Befragten ihre Sitzplatzqualität als positiv einschätzen, nur ein geringer Anteil frei von Rückenschmerzen ist und drei Viertel sich mehr Bewegungsfreiheit wünschen. Das belegt, dass eine optimale Arbeitsplatzgestaltung nicht auf gefühlte Bequemlichkeit reduzierbar ist, sondern Büromöbel den natürlichen Bewegungsdrang des Menschen fördern sollten“, erklärt Prof. Dr. Bengler, Lehrstuhl für Ergonomie, Technische Universität München.

„Die Ausstattung von Großraumbüros mit meist statischen Bürostühlen ist ein negativer Trend. Sie führt langfristig zu Problemen, da Vielsitzer bei schlechter Sitzplatzqualität Rückenbeschwerden bekommen werden und sich dies auf Fehlzeiten und Krankheitstage auswirkt. Deshalb müssen Bürostühle Bewegung unterstützen“, so Sedus Vorstand Holger Jahnke.

Dass ein komfortabler Bürostuhl, der Bewegungsfreiheit verschafft, einen positiven Einfluss auf die Produktivität bei der Arbeit hat, davon ist schließlich auch jeder zweite deutsche Büroangestellte überzeugt.

Alle Ergebnisse gibt es jetzt auf www.bueroklima-index.de.

Die Erkenntnisse der repräsentativen Umfrage zum Büroklima-Index decken sich mit den wissenschaftlichen Erkenntnissen aus einer Kooperation mit der TU München. Die Sedus Stoll AG hatte den Lehrstuhl für Ergonomie beauftragt zu untersuchen, wie ein Bürostuhl beschaffen sein müsste, der einzigartige Bewegungsoptionen bietet und dabei das Wohlbefinden und die geistige Leistungsfähigkeit des Nutzers steigert. Die Antwort darauf ist der ab September 2013 erhältliche Bürodrehstuhl „swing up“, der das Sitzen revolutioniert.