Arbeitsstile sind vielfältig: Denn jeder arbeitet anders

Verschiedene Aufgaben verlangen nach verschiedenen Rahmenbedingungen – für manche Tätigkeiten ist Ruhe und Konzentration gefragt, für andere wiederum intensiver Austausch mit den Kollegen. Eine Umgebung, die diese Anforderungen berücksichtigt, hilft enorm dabei bestmöglich zu arbeiten. Je nach geforderter Arbeitssituation – Konzentration, Kommunikation, Zusammenarbeit oder Entspannung – richten sich die Work Settings, die auf diese Bedürfnisse abgestimmt sind. Die entscheidenden Vorteile dieser Bürogestaltung liegen auf der Hand: Es werden genau die Arbeitsstile unterstützt, die für die Produktivität und das Wohlbefinden der Mitarbeiter wichtig sind.

Die Aufgabe bestimmt die Arbeitssituation

In der modernen Arbeitswelt gestalten sich Tätigkeiten flexibel, sodass auch immer wieder unterschiedliche Arbeitsumgebungen gefordert sind. Folglich entscheiden Mitarbeiter selbst, wo und wie sie ihre Aufgaben am besten erledigen können und verschiedene Arbeitssituationen wechseln sich ab. Auf konzentrierte Einzelarbeit kann eine kommunikative Runde folgen, Teamarbeit kann durch Rückzug oder Entspannung abgelöst werden. Die moderne Büroplanung berücksichtigt diese Bedürfnisse und schafft entsprechend die Möglichkeiten dafür.

Das Prinzip der „4C“ richtet sich nach vier unterschiedlichen Arbeitssituationen: Concentration (Konzentration), Communication (Kommunikation), Collaboration (Zusammenarbeit) und Contemplation (Entspannung). Diese wiederum stellen ganz bestimmte Anforderungen an die Arbeitsumgebungen und auch an das Mobiliar. Ausgerichtet auf die Bedürfnisse der Mitarbeiter, können Fehler minimiert und somit bessere Ergebnisse erzielt werden.

 

Diskretion

Gelegentlich benötigen Mitarbeiter möglicherweise einen Moment, der höchste Diskretion erfordert. Die damit einhergehende klassische „Telefonzellen“-Situation findet keinen Anklang, da dadurch der Eindruck entsteht, dass der betreffende Mitarbeiter während der Arbeitszeit private Dinge erledigt, während die Enge des entsprechenden Raums keine Arbeiten zulässt, die ein Höchstmaß an Konzentration erfordern.

Fokus

Selbst Unternehmen, in denen gemeinsames Arbeiten eine große Rolle spielt, können nicht auf Räume verzichten, in denen sich ihre Mitarbeiter bei bestimmten Aufgaben konzentrieren können. Mitarbeiter verbringen auf diese Weise die Hälfte ihrer Arbeitszeit. Die Untersuchung zeigt, dass Konzentration durch Schaffung der richtigen „Distanz“ zwischen dem/den betreffenden Mitarbeiter/n und dessen/deren Kollegen ermöglicht wird.

Informelles Solo

Damit sind Momente gemeint, in denen Mitarbeiter ihren Schreibtisch verlassen, aber auf ungezwungenere Weise weiterarbeiten. Das ähnelt dem Zustand „Konzentration“. Dabei ist jedoch der Aspekt „Absonderung von den anderen“ weniger stark ausgeprägt, da die Möglichkeit, mit den ebenfalls im selben Raum arbeitenden Kollegen zu interagieren, offen bleibt.

 

Vertraulich

Entspricht der Form „Diskretion“, jedoch mit zwei oder drei Personen. Die vertrauliche Arbeitsform vereint alle Situationen, in denen einige wenige Mitarbeiter eine gewisse Privatsphäre benötigen, um sensible Themen zu besprechen. In der Regel han­delt es sich dabei um arbeitsbezogene und nicht um private Themen. Daher nutzen Mitarbeiter bereitwillig speziell für diesen Zweck angebotene „Kabinen“.

Präsentation

Diese Arbeitsform beinhaltet alle Zusammenkünfte, die zum Zwecke der Informationsverbreitung mittels „Präsentationen“ abgehalten werden. Die Untersuchung zeigt, dass für diese Anwendung neben dem traditionellen Besprechungsraum viele verschiedene Arten von Räumen genutzt werden.

Schulung

„Schulung“ bezieht sich auf alle Situationen, in denen ein formeller Wissensaustausch stattfindet. Obwohl Schulungs­räume spezielle Instrumente und Ausstattungen benötigen, zeigt die Untersuchung, dass selbst in innovativen Büros noch der traditionelle Frontalunterricht zum Einsatz kommt.

Knotenpunkte

Es gibt Bereiche im Büro, die das spontane Miteinander för­dern. Sie zeichnen sich durch das Vorhandensein eines besonderen Attraktors, wie einer Kaffeemaschine, eines Kopierers oder ei­­nes ähnlichen „Hilfsmittels”, aus. Diese Räume werden wegen der Funktion, die sie erfüllen, gerne als Wegkreuzungen bezeichnet: Die Mitarbeiter gehen aus einem bestimmten Grund dort hin und verweilen dann wegen „unvorhergesehe­nen“ Be­sprechungen bei denen es oft um arbeitsrelevante Themen geht.

Kontaktpflege

Mitarbeiter suchen nach Möglichkeiten, sich zu treffen, das Gruppengefühl zu stärken und Informationen ungezwungen und ungeplant auszutauschen. Kantinen und Entspannungs­räume sind die Treffpunkte, an denen all das geschieht. In vielen Fällen gibt es Essen und Getränke, während ein „Hauch von Natur“ im Raum dafür sorgt, dass sich die Mitarbeiter wohler fühlen.

 

Brainstorming

Viele Unternehmen verfügen über spezielle Räume, in denen die Mitarbeiter ihre Kreativität leichter entfalten können. So wird Innovation und ein effizienteres Arbeiten an Projekten ermöglicht. Die Arbeitsform „Brainstorming“ umfasst alle temporären Arbeitsweisen und erfordert die Bereitstellung eines physischen Raums nebst Ausstattung und Möbeln.

Informelles Arbeiten

Damit sind Momente gemeint, in denen Mitarbeiter ihren Schreibtisch verlassen, aber auf ungezwungenere Weise weiterarbeiten. Das ähnelt dem Zustand „Konzentration“. Dabei ist jedoch der Aspekt „Absonderung von den anderen“ weniger stark ausgeprägt, da die Möglichkeit, mit den ebenfalls im selben Raum arbeitenden Kollegen zu interagieren, offen bleibt.

Team-Arbeit

Früher fand Team-Arbeit ausschließlich an Schreib- oder Besprechungstischen statt, was mittlerweile jedoch zunehmend flexibler gehandhabt wird. Für diese Arbeitsform wäre eine ganze Reihe von Räumen geeignet. Wenn ein Projektteam nur vorübergehend besteht oder als eigenständige Einheit arbei­tet, müssen die Rahmenbedingungen bei dieser Arbeitsform Räumlichkeiten vorsehen, die sowohl Teamaktivitäten erleichtern als auch den einzelnen Teammitgliedern die Möglichkeit bieten, bestimmte Aufgaben für sich erledigen zu können.

 

Entspannung

Da Arbeits- und Lebensstil zunehmend miteinander verschmelzen, steigt der Bedarf an Orten zur Entspannung. Diese Bereiche erlauben es den Mitarbeitern, ihre Arbeit für eine Weile zu unterbrechen, um sie später erholt und erfrischt fortzusetzen. In den in der vorliegenden Untersuchung genannten Clustern sind Räume, die der Entspannung dienen, ausschließlich für Einzelpersonen bestimmt (Entspannungsräume für Gruppen sind Teil der „Kontaktpflege“-Kategorien).

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