Ein Ort mit besonderer Rolle
„Der Schauraum hier in Wien erfüllt eine ganz spezielle Rolle“, sagt Peter Sablatnig, Managing Director Sedus Österreich.
Als einziger Standort des Unternehmens im Land ist er bewusst im Herzen der Hauptstadt positioniert – und übernimmt gleichzeitig eine überregionale Funktion: Wien dient als Drehscheibe für insgesamt 18 Länder in Ost- und Südosteuropa.
Neben Kundenterminen finden hier auch Händlerschulungen, Vertriebstrainings und internationale Meetings statt. Der Showroom ist damit nicht nur Ausstellungsfläche, sondern ein zentraler Treffpunkt im internationalen Netzwerk von Sedus.
Warum der 15. Bezirk?

Die Wahl des Standorts ist eng mit dem Anspruch an den Raum verbunden. Der 15. Bezirk gilt als aufstrebendes Viertel mit hoher Dichte an Kreativen, Architekten und Designern.
„Es ist ein sehr hipper Bezirk, der immer attraktiver wird“, so Sablatnig. „Genau die richtige Umgebung für uns.“
Mit der ehemaligen Gaszählerfabrik hat Sedus zudem einen Ort gefunden, der Geschichte und Gegenwart verbindet. Die industrielle Architektur mit Backsteinfassade trifft auf eine offene, zeitgemäße Innenraumgestaltung – ein Spannungsfeld, das sich bewusst im Konzept widerspiegelt.
Mehr als ein Showroom: ein Arbeitsort im Alltag

Der Wiener Standort ist nicht als klassische Präsentationsfläche gedacht. Vielmehr zeigt sich schon nach kurzer Zeit, wie intensiv und vielseitig er genutzt wird.
„Wir haben eigentlich jeden Tag Kundentermine hier“, sagt Birgit Forsthuber, Head of Customer Service Austria | Inside Sales. „Und gleichzeitig entwickelt sich der Raum ganz selbstverständlich weiter.“
Architekten und Designer nutzen den Showroom gemeinsam mit ihren Kunden für Workshops, lassen sich inspirieren und arbeiten direkt vor Ort an Projekten. Der Raum wird damit zum aktiven Teil des Planungsprozesses.
„Es ist nicht nur ein Ort, an dem Produkte gezeigt werden“, so Forsthuber. „Sondern einer, an dem konkret gearbeitet und entschieden wird.“
Ein Raum, der Arbeit neu interpretiert
Pia Lindenberger, Workspace Planner bei Sedus war maßgeblich an der Gestaltung der neuen Location beteiligt. Für sie war die konzeptionelle Ausrichtung von Beginn an klar:
„Die zentrale Idee war, einen Raum zu schaffen, der Arbeit neu interpretiert – weg vom statischen Arbeitsplatz hin zu einer lebendigen, offenen Umgebung.“
Der Showroom versteht sich als Gesamterlebnis: Bühne für Ideen, Arbeitsort, Treffpunkt und sozialer Knotenpunkt zugleich. Diese Gleichzeitigkeit war kein Kompromiss, sondern Ausgangspunkt des Entwurfs.
Das Work Café als sozialer Mittelpunkt
Im Zentrum des Raumkonzepts steht das Work Café – inspiriert von der Wiener Kaffeehauskultur und bewusst als Ort für informellen Austausch gedacht.
„Wir nennen es bewusst Work Café, weil es nicht nur ums Entspannen geht, sondern auch ums Arbeiten“, erklärt Sablatnig.
Die se:café bar wird dabei zum sozialen Ankerpunkt. Hier entstehen Gespräche, Ideen und spontane Begegnungen – oft jenseits klassischer Meetingformate.
Auch aus Sicht von Forsthuber ist dieser Bereich entscheidend für die Nutzung im Alltag:
„Gerade diese informellen Situationen machen es oft leichter, ins Gespräch zu kommen und gemeinsam Lösungen zu entwickeln.“
Zwei dieser Treffpunkte sind im Showroom integriert und unterstreichen die Bedeutung von Austausch und Vernetzung in modernen Arbeitswelten.
Offenheit und Struktur im Gleichgewicht

Der Raum folgt keiner starren Zonierung, sondern arbeitet mit fließenden Übergängen. Begegnung entsteht an zentralen Schnittstellen, etwa im Work Café oder in gemeinschaftlichen Arbeitsbereichen.
Gleichzeitig gibt es klar definierte Rückzugsorte für konzentriertes Arbeiten – etwa mit Lösungen wie se:hive, die akustischen und visuellen Schutz bieten, ohne den Raum zu schließen.
„Uns war wichtig, die offene Struktur zu erhalten und trotzdem Orte für Fokus zu schaffen“, so Sablatnig.
Materialien, Farben und Licht übernehmen dabei die Rolle der Orientierung und schaffen unterschiedliche Stimmungen im Raum.
Atmosphäre mit lokalem Bezug

Gestalterisch greift der Showroom den Charakter Wiens auf: eine Balance aus Eleganz, Understatement und kultureller Tiefe.
„Der 15. Bezirk ist geprägt von Kontrasten“, erklärt Lindenberger. „Genau diese Spannung haben wir räumlich übersetzt.“
Robuste, industrielle Elemente treffen auf wohnliche Materialien und eine fein abgestimmte Farbwelt. Das Ergebnis ist eine Atmosphäre, die sowohl inspirierend als auch ruhig wirkt – und die Produkte in einen realistischen Kontext setzt.
Ein Raum, der sich weiterentwickelt
Der Showroom ist bewusst nicht als fertiges Konzept angelegt. „Wir wollen hier eine Art Laborsituation schaffen“, sagt Sablatnig. „Einen Raum, den wir kontinuierlich weiterentwickeln.“
Geplant sind Workshops, Architekturveranstaltungen und neue Formate, die den Raum immer wieder neu bespielen. Ziel ist es, Veränderungen in der Arbeitswelt nicht nur abzubilden, sondern aktiv mitzugestalten.
Wann funktioniert der Raum wirklich?

Die Antwort darauf ergibt sich aus der täglichen Nutzung:
„Wenn Kunden hereinkommen und sagen: Genau so möchte ich arbeiten“, beschreibt Forsthuber. „Dann wissen wir, dass es funktioniert.“
Für Lindenberger liegt der Maßstab noch einen Schritt weiter:
„Der Raum funktioniert dann, wenn er selbstverständlich genutzt wird – wenn Menschen sich darin bewegen, ohne darüber nachzudenken.“
Der neue Sedus Showroom in Wien zeigt, wie Arbeitsräume heute gedacht werden können: nicht als statische Präsentationsflächen, sondern als lebendige Umgebungen, die Austausch fördern, Fokus ermöglichen und Menschen miteinander verbinden.n be reimagined today: not as static environments, but as living spaces that foster connection, enable focus, and bring people together.
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