Hier zeigt se:cove seine Vielseitigkeit. Der Loungesessel verbindet Rückzug und Offenheit, Komfort und Präsenz. Je nach Position, Kombination und räumlichem Kontext übernimmt er ganz unterschiedliche Aufgaben: vom persönlichen Fokusplatz über die entspannte Pauseninsel bis zum informellen Treffpunkt für Austausch und Co-Creation.
Für die Planung ist deshalb nicht nur die Frage wichtig: Wo passt se:cove hin? Sondern auch: Welche Arbeitsszenarien sollen dort entstehen?

Szenario 1: Fokus – ein persönlicher Rückzugsort im offenen Raum
Ein Laptop, eine Aufgabe, eine Stunde Konzentration: Nicht jede Fokusphase braucht einen klassischen Schreibtisch oder einen abgeschlossenen Raum.
Gerade zum Lesen, Recherchieren, Nachdenken oder für konzentrierte Einzelarbeit können informellere Settings im hybriden Büro eine wertvolle Alternative sein. se:cove schafft dafür einen klar definierten persönlichen Bereich. Seine umarmende Form gibt Halt und reduziert visuelle Ablenkungen, während die offene Front die Verbindung zur Umgebung erhält.
Das macht den Sessel besonders interessant für Library Zones, ruhige Randbereiche oder kleinere Fokusinseln. In Kombination mit einem Beistelltisch entsteht aus wenigen Elementen ein unkomplizierter Arbeitsplatz für temporäre Konzentrationsphasen.
Argument für die Planung: Fokus muss nicht automatisch Abschottung bedeuten. Mit gezielt platziertem Soft Seating entstehen Mikro-Rückzugsorte, die sich selbstverständlich in offene Flächen einfügen.

Szenario 2: Pause – kurz raus, ohne den Raum zu verlassen
Zehn Minuten durchatmen zwischen zwei Meetings. Einen Kaffee trinken. Gedanken sortieren. Oder einfach einmal die Sitzhaltung wechseln.
Pausen gehören selbstverständlich zum Arbeitsalltag. Sie brauchen aber Orte, die diesen Wechsel auch räumlich unterstützen. Hier spielt se:cove seinen wohnlichen Charakter aus. Die großzügige Polsterung und die geschwungene Form signalisieren sofort: Hier darf man ankommen und sich zurücklehnen.
Besonders im Work Café, in Breakout-Bereichen oder in Übergangszonen kann so ein Gegenpol zu klassischen Arbeitsplätzen entstehen. Das ist gerade im hybriden Büro wichtig: Wenn Mitarbeitende bewusst ins Office kommen, geht es neben produktiver Arbeit auch um Aufenthaltsqualität. Räume sollten deshalb nicht nur Arbeitsplätze bieten, sondern über den Tag hinweg unterschiedliche Situationen unterstützen.
Argument für die Planung: Ein attraktives Büro braucht Orte für die Momente zwischen den Aufgaben. Soft Seating macht Regeneration sichtbar und schafft Aufenthaltsqualität dort, wo sonst häufig ungenutzte Zwischenflächen entstehen.

Szenario 3: Austausch – informell statt Meetingraum
Nicht jedes Gespräch braucht einen Tisch, einen Bildschirm und vier Wände.
Ein kurzes Update mit einem Kollegen oder ein spontaner Austausch nach einem Termin funktioniert oft besser in einer informelleren Atmosphäre. Zwei se:cove, einander gegenüber oder leicht zueinander gedreht, schaffen dafür eine kleine Gesprächsinsel. Die offene Vorderseite wirkt einladend, die Rückenform gibt den Sitzenden zugleich ein Gefühl von Schutz.
Mit einem niedrigen Beistelltisch eignet sich diese Konstellation für kurze Abstimmungen ebenso wie für längere Gespräche. Im Work Café, in Kommunikationszonen, in Empfangsbereichen oder zwischen Teamflächen entsteht so eine Alternative zum klassischen Meetingraum.
Argument für die Planung: Informelle Besprechungsorte entlasten formelle Meetingflächen und erweitern die Auswahl an Settings. Mitarbeitende können den Ort passend zum Anlass wählen.

Szenario 4: Co-Creation – Zusammenarbeit in entspannter Atmosphäre
Kreative Zusammenarbeit verläuft selten linear. Mal wird diskutiert, mal zugehört, mal kurz am Laptop recherchiert oder eine Idee weitergesponnen. Räume sollten dafür entsprechend flexibel sein.
Mehrere se:cove lassen sich zu lockeren Gruppen arrangieren und schaffen damit Settings für Brainstormings, Projektgespräche oder kleinere Co-Creation-Sessions. Anders als am klassischen Konferenztisch entsteht eine weniger formelle Atmosphäre, die den Wechsel zwischen Gespräch, Reflexion und spontaner Zusammenarbeit unterstützt.
Dabei muss se:cove nicht allein stehen. Gerade die Kombination mit Beistelltischen, mobilen Arbeitsmitteln oder weiteren Sitzgelegenheiten macht aus einer Loungefläche einen vielseitig nutzbaren Projektort. Die Stärke liegt im einfachen Wechsel: Was morgens noch ein Platz für konzentriertes Lesen ist, kann später Teil eines spontanen Teamgesprächs werden.
Argument für die Planung: Hybride Flächen gewinnen an Wert, wenn ein Setting mehr als einen Nutzungsmodus unterstützt. So entsteht funktionale Vielfalt, ohne dass für jede Aktivität ein eigener Raum nötig ist.

Szenario 5: Orientierung – wenn ein Sessel zum Raumwerkzeug wird
se:cove unterstützt nicht nur Aktivitäten. Auch seine Positionierung kann eine planerische Funktion übernehmen.
Die offene Front und die deutlich ausgeprägte Rückseite erzeugen zwei unterschiedliche Wirkungen: Nach vorne lädt der Sessel zur Nutzung ein, nach hinten wirkt er strukturierend und raumbildend. Über seine Ausrichtung lässt sich also steuern, wie eine Zone wahrgenommen wird.
Mit dem Rücken zu einem Laufweg platziert, kann se:cove beispielsweise einen geschützteren Aufenthaltsbereich markieren. Mehrere Sessel können eine offene Fläche zu einer kleinen Insel zusammenfassen. An Übergängen zwischen konzentrierten und kommunikativen Bereichen wird der Sessel zum Orientierungspunkt. Damit übernimmt das Möbel eine Aufgabe, für die andernorts zusätzliche Raumteiler oder bauliche Elemente nötig wären: Es schafft Struktur, ohne harte Grenzen zu ziehen.
Argument für die Planung: Möbel können einen Raum nicht nur ausstatten, sondern aktiv gliedern. Das Dual-Design von se:cove macht seine Ausrichtung deshalb zu einem zusätzlichen Planungsparameter.
Ein Möbel, mehr Möglichkeiten
Fokusplatz oder Pauseninsel? Gesprächsort oder Co-Creation-Setting? Rückzugsort oder raumbildendes Element? Bei se:cove lautet die Antwort: Es kommt auf den Kontext an.
Genau darin liegt seine Stärke für hybride Bürokonzepte. Moderne Arbeitswelten benötigen nicht zwangsläufig immer mehr unterschiedliche Möbeltypen. Sie brauchen vor allem Lösungen, die verschiedene Aktivitäten unterstützen und Räume flexibel interpretierbar machen.
Hinzu kommt die gestalterische Anpassungsfähigkeit: Sitzpolster, Lehnenpolster innen und Lehnenpolster außen können unabhängig voneinander konfiguriert werden. Zur Auswahl stehen außerdem ein Vierfuß-Holzgestell und ein Vierfuß-Aluminiumgestell. So lässt sich se:cove auf unterschiedliche Farb-, Material- und Raumkonzepte abstimmen.
Auch Nachhaltigkeitsaspekte sind von Anfang an mitgedacht: se:cove lässt sich am Ende eines Lebenszyklus vollständig in Einzelteile zerlegen und weist je nach Ausführung einen hohen Anteil recycelter Materialien auf. Austauschbare Bezüge unterstützen darüber hinaus eine langfristige Nutzung.
So wird aus einem Loungesessel ein vielseitiges Werkzeug für die Gestaltung hybrider Arbeitswelten: ein Ort für Konzentration, ein Platz zum Auftanken, ein Treffpunkt für Austausch und eine Bühne für neue Ideen. Oder kurz gesagt: ein Sessel, viele Szenarien.
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