Farbe mit Wirkung: Wie Jutta Werner von Zukunftstil die Arbeitswelt mitgestaltet

Farbe mit Wirkung: Wie Jutta Werner von Zukunftstil die Arbeitswelt mitgestaltet

In einer Zeit, in der sich die Arbeitswelt rasant verändert, gewinnt das Zusammenspiel von Raum, Design und Farbe immer mehr an Bedeutung. Eine, die diesen Wandel seit Jahren mitgestaltet, ist Jutta Werner. Gemeinsam mit Livia Stasik gründete sie die Agentur Zukunftstil für Farbdesign und Trendforschung. Seit 2018 arbeitet das Team eng mit Sedus zusammen und bringt nicht nur Farbe, sondern auch tiefes gesellschaftliches Verständnis in die Gestaltung moderner Arbeitsumgebungen.

Farbe folgt gesellschaftlichem Wandel

„Farbe steht bei uns im Mittelpunkt – aber immer im Zusammenhang mit Materialien, Oberflächen und dem gesamten Raumkontext“, erklärt Jutta Werner. 

Zukunftstil entwickelt ganzheitliche Konzepte, die nicht nur auf aktuellen Trends basieren, sondern auch den kulturellen und gesellschaftlichen Wandel mitdenken. Dabei geht es nicht um kurzlebige Mode, sondern um langfristige Strömungen, die Lebens- und Arbeitsstile nachhaltig prägen. 

Trends, so Werner, entstehen nicht im luftleeren Raum. Sie spiegeln Entwicklungen wider – ob technologisch, gesellschaftlich oder kulturell. 

„Wir beobachten intensiv, wie sich die Gesellschaft verändert. Was beschäftigt die Menschen? Welche Wünsche entstehen? Das fließt direkt in unsere Trendanalysen ein.“ 

Ein Beispiel ist eine Langzeitstudie, in der das Team mittlerweile über 60.000 Interieur-Bilder aus der Zeit von 1950 bis heute analysiert – ein beeindruckendes Archiv und ein fortlaufender Prozess, aus dem sich auch rhythmische Wiederholungen ableiten lassen, die Hinweise auf künftige Tendenzen geben. 

„Früher war das deutlich zu erkennen. Man konnte definieren, ja es gibt diesen Trend“, erklärt die Trendforscherin. „Heute verschwimmt es mehr, weil wir globaler und vernetzter unterwegs sind. Trotzdem erkennt man das an der Gesellschaft.“ Als Beispiel nennt sie die Ölkrise Ende der 70-iger Jahre. Zu dieser Zeit war vieles mit Brauntönen eingerichtet und holzvertäfelt. Sogar in den Autos waren Holzvertäfelungen zu finden. „Man kann aus der Vergangenheit lernen, dass sich durch einen gesellschaftlichen Einfluss das Design verändert.“ 

Ein wichtiges Werkzeug für die Gegenwartsbetrachtung ist das sogenannte Trendscouting. Dabei sammelt das Team Impulse von Messen, Designblogs, Kunstausstellungen und dem alltäglichen Leben. In intensiven Workshops werden diese Eindrücke gemeinsam mit Experten analysiert und in Trendmanuals übersetzt – inklusive Farbwelten, Materialkombinationen, Lebensstilen und Werten.

Zukunftstil und Sedus entwickeln Farbkonzepte mit Wirkung

Die Zusammenarbeit mit Sedus begann – wie so viele gute Partnerschaften – zufällig. Bei einem Vortrag beeindruckte das Zeitstrahl-Projekt von Zukunftstil den Director of Marketing bei Sedus, Ernst Holzapfel. Schnell war klar: Hier passt nicht nur die Expertise, sondern auch die gemeinsame Vision. 

Seitdem sind zahlreiche Projekte entstanden. Zukunftstil begleitet Sedus regelmäßig bei der Entwicklung von Farbkonzepten für Showrooms, Messestände und Kollektionen. Dazu gehören Tools für den Vertrieb wie das „Farbkochbuch“ oder das Magazin #designcodes. Besonders geschätzt wird die Vielseitigkeit des Teams: „Wir sind nicht nur Farbdesigner, sondern auch Texter, Grafiker, Coaches und manchmal auch Wissenschaftler“, sagt Werner mit einem Schmunzeln. 

Ein spannender Wandel zeigte sich in den vergangenen Jahren in der Farbgestaltung: Während 2018 noch viel Zurückhaltung dominierte – etwa in Beige- und Naturtönen – ist heute deutlich mehr Farbe gefragt. Auch in minimalistischeren Stilwelten wird mittlerweile mit kräftigeren Tönen gearbeitet, die Gemütlichkeit und Emotionalität in den Raum bringen. Jutta Werner sieht diesen Wandel als Reaktion auf Krisen:

In unsicheren Zeiten sehnen sich Menschen nach Lebendigkeit und Ausdruck.

Jutta Werner, Zukunftsstil

Farbe spielt eine zentrale Rolle für zukünftige Arbeitswelten

Für die Gestaltung zukünftiger Arbeitswelten spielt Farbe eine zentrale Rolle. Das hybride Arbeiten bleibt, Möbel müssen flexibel und multifunktional sein – und die Räume sollen Menschen zusammenbringen. 

„Co-Working-Spaces sind da eine gute Inspirationsquelle“, meint Werner. Farben in solchen Umgebungen sollten vitalisieren, Kreativität fördern, aber auch Rückzugsräume ermöglichen. Entscheidend sei, dass Farbwelten nicht eindimensional gedacht werden: „Ein und derselbe Stil kann für Kommunikation, Konzentration oder Entspannung funktionieren – je nachdem, wie die Farben kombiniert und eingesetzt werden.“

Farbcodes bieten Orientierung für Raumwelten

Ein zentrales Element der Zusammenarbeit zwischen Zukunftstil und Sedus sind die Farbcodes, die als Orientierung für unterschiedliche Raumwelten dienen. Gemeinsam wurden vier Stilwelten mit jeweils eigenen Farbpaletten entwickelt – fein abgestimmt auf unterschiedliche Bedürfnisse und Nutzungsszenarien im Büro.

Ein und derselbe Stil kann für Kommunikation, Konzentration oder Entspannung funktionieren – je nachdem, wie die Farben kombiniert und eingesetzt werden.

Jutta Werner, Zukunftstil

„Ein und derselbe Stil kann für Kommunikation, Konzentration oder Entspannung funktionieren – je nachdem, wie die Farben kombiniert und eingesetzt werden.“ 

Dabei geht es nicht nur um Ästhetik, sondern um die gezielte Unterstützung von Arbeitsprozessen: So fördern sanfte, kühle Töne in der „Smart Balance“-Welt Konzentration und Ruhe, während warme, erdige Farben in „Urban Living“ Vertrauen und Kommunikationsbereitschaft stärken. 

In „Soft Being“ stehen Wohlgefühl und Rückzug im Fokus – dargestellt durch pudrige, beruhigende Nuancen. Und „Multi Creation“ setzt auf lebendige, dynamische Farben, die Kreativität und Energie aktivieren. 

Diese Farbcodes sind das Ergebnis intensiver Trendforschung, gesellschaftlicher Beobachtung und praktischer Erfahrung – und ermöglichen es Sedus, Arbeitsumgebungen emotional, funktional und markengerecht zu gestalten.

Erkennbarer Trend: Co-Working-Spaces als Zukunftsmodell der Arbeitswelt

Ihr persönlicher Lieblingsort zum Arbeiten? Ganz klar: hybrid. Jutta Werner arbeitet sowohl in ihrem Büro in Hannover als auch unterwegs, nutzt Co-Working-Spaces und lebt damit das, was viele heute als neue Normalität empfinden. 

Ein klar erkennbarer Trend, der sich laut Jutta Werner immer stärker abzeichnet, ist die zunehmende Bedeutung von Co-Working-Spaces als Zukunftsmodell für die Arbeitswelt. Sie stehen sinnbildlich für das Bedürfnis nach Flexibilität, Austausch und inspirierenden Begegnungen – alles Faktoren, die klassische Bürostrukturen zunehmend herausfordern. 

Gerade in hybriden Arbeitsmodellen, in denen Menschen nicht mehr täglich ins feste Büro kommen, sondern zwischen Home-Office, mobilen Arbeitsplätzen und Projektarbeit wechseln, wird der Bedarf an flexiblen, buchbaren Räumen größer. 

Jutta Werner sieht Co-Working-Konzepte dabei nicht als Nische, sondern als Inspiration für die Bürogestaltung von morgen: Räume, die offen und dynamisch sind, aber dennoch Rückzug ermöglichen – ausgestattet mit modularen Möbeln, zonierten Flächen und einer Farbgestaltung, die sowohl Vitalität als auch Geborgenheit vermittelt. Für Sedus bedeutet das, zukunftsorientierte Einrichtungslösungen zu schaffen, die das Beste aus beiden Welten vereinen – Gemeinschaft und Individualität, Struktur und Freiheit.

Das Work Café zeigt die neue Philosophie des Arbeitens

Ein Beispiel für die Umsetzung moderner Arbeitswelten ist das Work Café. Dieses vereint Design, Funktionalität und eine neue Philosophie des Arbeitens. Das Work Café ist ein multifunktionaler Raum, der Arbeit und Austausch in den Mittelpunkt stellt. Mit hochwertigen Materialien, durchdachten Einrichtungslösungen und einem Fokus auf Kommunikation entsteht eine inspirierende Umgebung, die nicht nur die Produktivität fördert, sondern auch das Wohlbefinden der Mitarbeiter steigert.

Das Work Café gliedert sich in verschiedene Archetypen, die unterschiedliche Bedürfnisse abdecken: 

  • Hub: Ein dynamischer Bereich für spontane Begegnungen und Teamarbeit, inspiriert von Co-Working-Spaces.
  • Club: Eine elegante Lounge für informelle Treffen und vertrauliche Gespräche.
  • Garden: Ein natürlicher Rückzugsort mit biophilen Designelementen für Erholung und Kreativität.
  • Bibliothek: Ein ruhiger Raum für konzentrierte Produktivität, angelehnt an klassische Lesesäle.

Diese vielfältigen Bereiche ermöglichen es den Mitarbeitern, je nach Bedarf zwischen Kommunikation, Konzentration und Entspannung zu wechseln. Das Work Café von Sedus ist somit ein Paradebeispiel dafür, wie moderne Arbeitsumgebungen gestaltet werden können, um den Anforderungen einer hybriden Arbeitswelt gerecht zu werden.

Mehr Flexibilität, mehr Begegnung und mehr Farbe für die Arbeitswelt von morgen

Und wenn sie sich in ein Sedus Produkt verlieben müsste, dann wäre es der se:mission. „Er verbindet für mich Handwerk und Innovation – ein Stuhl, der wohnlich und gleichzeitig professionell wirkt.“ Was die Zukunft bringt? Mehr Flexibilität, mehr Begegnung, mehr Farbe. Und Jutta Werner ist sich sicher: „Die besten Ideen entstehen, wenn Menschen zusammenkommen. Unsere Aufgabe ist es, Räume zu schaffen, die genau das möglich machen – mit Farbe, Gefühl und Verstand.“

Die besten Ideen entstehen, wenn Menschen zusammenkommen. Unsere Aufgabe ist es, Räume zu schaffen, die genau das möglich machen – mit Farbe, Gefühl und Verstand.

Jutta Werner, Zukunftstil

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